„Wann strahlst du?“ Gemeinsames Innehalten zum Schuljahresbeginn
28.09.2026 von Peter Sander
Am Freitag, den 18. September, gestalteten die Fachschaften Religion und Ethik in der ersten Stunde ein „Gemeinsames Innehalten“ für die Schülerinnen und Schüler unserer Schule. Im Mittelpunkt stand die Frage „Wann strahlst du?“, angeregt durch das gleichnamige Lied der Band Das Paradies.
Das Lied lädt dazu ein, neugierig und hoffnungsvoll durchs Leben zu gehen, Neues auszuprobieren und auch in schwierigen Situationen den Blick für das Gute und die Möglichkeiten nicht zu verlieren. Es erinnert daran, dass Rückschläge zum Leben gehören, aber nicht das letzte Wort haben müssen.
Daran anknüpfend wurde der Frage nachgegangen, wie unterschiedlich Menschen auf Herausforderungen und Ungewissheiten blicken. Während manche zunächst die Schwierigkeiten und Grenzen sehen, entdecken andere im Unfertigen eine Möglichkeit, in einem Fehler eine wichtige Erfahrung oder in einer offenen Frage den Beginn einer neuen Suche.
Diese unterschiedlichen Perspektiven griffen anschließend zwei Schüler der Klasse 9c in einem Zwiegespräch auf. Felix begegnete dem neuen Schuljahr neugierig und hoffnungsvoll, während Simon zunächst vor allem mögliche Schwierigkeiten und Enttäuschungen in den Blick nahm. Im Verlauf des Gesprächs wurde deutlich: Hoffnung bedeutet nicht, Probleme zu übersehen oder naiv zu sein. Vielmehr bedeutet sie, trotz aller Herausforderungen offen zu bleiben, Neues zu wagen und nach dem Guten und Möglichen zu suchen.
Anschließend waren alle Schülerinnen und Schüler eingeladen, selbst aktiv zu werden. Sie erhielten kleine Sonnen, auf denen sie ihre persönlichen Wünsche und Hoffnungen für das kommende Schuljahr festhalten konnten. Musikalisch begleitet wurde dieser besondere Moment von Leo am Piano. Die beschrifteten Sonnen wurden in großen Körben gesammelt und sollen zu einem späteren Zeitpunkt zu einer großen gemeinsamen Sonne zusammengefügt werden.
Die vielen Wünsche machten sichtbar, was den Schülerinnen und Schülern für das neue Schuljahr besonders wichtig ist: Neugier und Mut, gegenseitige Unterstützung, offene Ohren füreinander, Freude an den kleinen Dingen und die Kraft, nach Enttäuschungen wieder aufzustehen.
Auch Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen wirkten an der Gestaltung des gemeinsamen Innehaltens mit. Sie formulierten Wünsche für eine Schulgemeinschaft, in der Fehler gemacht werden dürfen, unterschiedliche Meinungen Gehör finden und jeder Mensch die Möglichkeit erhält, seine eigenen Stärken, Interessen und seine Begeisterung einzubringen.
Zum Abschluss rückte noch einmal der zentrale Gedanke des Morgens in den Mittelpunkt: Wir wollen im neuen Schuljahr nicht nur fragen: „Was kann schiefgehen?“, sondern auch: „Was kann wachsen? Was können wir gemeinsam schaffen? Und wann strahlen wir?“
Mit diesen ermutigenden Gedanken und den Klängen des Pianos endete ein stimmungsvoller und zugleich nachdenklicher Start in den Schultag. Das gemeinsame Innehalten wurde damit zu einer Einladung an die gesamte Schulgemeinschaft: offen und neugierig in das neue Schuljahr zu gehen, füreinander da zu sein, Herausforderungen gemeinsam anzunehmen – und das eigene Strahlen ebenso wahrzunehmen wie das der anderen.